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Daniel Hiller | 30.09.2013

Profiboxen Geard Ajetovic wieder einmal betrogen – diesmal in Afrika

Kategorie: Profiboxen

Geard Ajetovic

Im aktuellen Magazin berichtet BOXEN HEUTE über den Essener Kämpfer Geard Ajetovic. Über zwei Seiten erzählen wir in „Im Herzen unbesiegt“ die beinahe unglaubliche Geschichte von einem ausgezeichneten Boxer, der seit Jahren um seine verdienten Siege gebracht wird (ab 4. Oktober am Kiosk). Und als hätten wir es geahnt, auch in seinem letzten Kampf, am 28. September in Namibia gegen den Lokalmatadoren Harry Simon, ging es wieder einmal nicht mit rechten Dingen zu.

1368925_385835284878038_683450227_nDie Bilder sprechen Bände: Obwohl Simon mit 111-117, 111-117 und 113-116 Punkten gewann, steht er, den Arm in der Schlinge, schwer gezeichnet neben Ajetovic. „Es war wieder eine unfaire Entscheidung“, so Ajetovic gegenüber BOXEN HEUTE. „Er war zweimal am Boden und verlor jede Runde. Ich kannte Harry aus England. Er ist über den Berg. Trotzdem hätte ich in Afrika nur durch einen Knockout gewinnen können.“

Textauszug „IM HERZEN UNBESIEGT“:
"(...) Ausgerechnet bei den Olympischen Spielen in Sydney musste der damals 18-jährige Ajetovic zum ersten Mal erfahren, dass sein Sport für Andere ein großes Geschäft ist. "Kurz vor der Olympiade gewann ich das Qualifikationsturnier in Griechenland. In Athen besiegte ich alle Boxer meiner Gewichtsklasse, die später eine olympische Medaille holten. In Australien wollte ich das wiederholen, doch leider geht es bei diesem Sport auch um Politik und viel Geld. Es war das Jahr, in dem die NATO mit Serbien Probleme hatte. Somit Fotoging ich ohne Lobby, ohne starken Partner, für mein Land an den Start. Entsprechend einfach raubte man mir den Sieg. Ich gewann im Weltergewicht gegen einen Thailänder, doch sie verschoben die Punktewertung. Damit war ich raus. Man kann sich meine Frustration nicht vorstellen. Solche Urteile zerstören einen jungen Boxer.” Zerstört wurde vor allem seine sportliche Zukunft. “Da ich ohne Medaille nach Hause kam, musste ich den harten Weg gehen. Vieles wäre mit dem Edelmetall im Gepäck leichter geworden. Dieser Gedanke verfolgt mich noch heute." Es sollte nicht die letzte ungerechtfertigte Niederlage in Sydney bleiben. (...)
Fortsetzung im aktuellen Magazin oder im e-Paper

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