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Daniel Hiller | 14.05.2014

16. Mai CU-Arena Hamburg Nuri Seferi drei Tage vor dem Kampf im Gewichtslimit

Kategorie: Profiboxen
Der Berliner Olympiazweite Oktay Urkal hielt als aktiver Sportler über 20 Jahre dieselbe Gewichtsklasse, das Weltergewicht. Auch als Trainer bleibt Urkal seinem Konzept aus richtiger Ernährung und Bewegung treu. So erreichte sein Gruisergewichtler Nuri Seferie (37) schon eine Woche vor dem Kampf 88 Kilogramm, 89,7 darf er beim Wiegen am Donnerstag nicht überschreiten. Eurosport überträgt am Freitag ab 20:15 Uhr live. Tickets gibt es bei Eventim und allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Nuri Seferi vs. Gusmyr Perdomo

„Ich bin kein Läufer aber Oktay hat mich einige Kilometer durch Hamburg rennen lassen. Dabei habe diese wunderschöne Stadt noch besser kennengelernt. Nebenbei bin ich so leicht, wie seit 10 Jahren schon nicht mehr“, so Seferie. „Die gesamte  Vorbereitung war sehr professionell.“ Die Grundlagen legt er in seiner Schweizer Heimat, die Schlussphase absolviert er in Hamburg bei EC-Boxing. „Ich komme ca. drei Wochen vor dem Kampf zu Oktay. Er übernimmt dann die technisch taktische Ausbildung. Als ehemaliger WM-Herausforderer hat er einfach die meiste Erfahrung. Ich kann ihm blind vertrauen.“ Auch Trainer Urkal ist mit seinem Boxer sehr zufrieden. „Der Junge ist mit seiner freundlichen Art eine absolute Bereicherung für das Team. Er geht für uns durchs Feuer. Das weiß ich sehr zu schätzen und so wird es auch an der Weltspitze etwas werden. Man spricht nicht vor dem Kampf über den übernächsten Gegner, aber falls es Marco Huck wird, muss er sich ganz schön strecken, um Nuri zu schlagen.“ Oktay Urkal trainierte als Profiboxer unter dem Coach Ulli Wegner mehrere Jahre an der Seite von Marco Huck.

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Foto: Oktay Urkal und Fritz Sdunek.

Am 16. Mai wird auch Sefer Seferie, Nuris jüngerer Bruder, in der CU-Arena in den Ring steigen. „Mein Bruder ist immer an meiner Seite. Dass er nun auch auf derselben Veranstaltung boxt, gibt uns beiden zusätzliche Energie. Da er auch von Oktay vorbereitet wurde, mache ich mir um seinen Sieg keine Gedanken. 

Seferi wird in Hamburg den Ungarn Tamas Lodi herausfordern. Der 24-Jährige ist Europameister des Weltverbandes WBO. Nuri musste den Titel nach seiner Tumorerkrankung abgeben. „Er wird ihn sich wiederholen“, glaubt Trainer Urkal. „Lodi ist zwar 13 Jahre jünger und wird um sein Leben kämpfen, doch Nuri bringt mehr Erfahrung mit. Über 12 Runden, also 47 Minuten, entscheiden am Ende oft der Kopf und die Routine. Deshalb liegt der Vorteil bei Nuri, dem Herausforderer.“ Lodi gewann bisher 13 Kämpfe und  und kassierte eine Niederlage. Seferi stand 41 Mal als Profi im Ring.

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