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BOXEN HEUTE - Redaktion | 18.06.2016

Nach 8,5 Millionen Urteil Canelo boxt am 17. September

Kategorie: Boxen | Profiboxen
Saul "Canelo" Alvarez kehrt erwartungsgemäß am 17. September in den Ring zurück. Das Wochenende rund um den mexikanischen Unabhängigkeitstag (15. September) ist neben dem "Cinco de Mayo", einem weiteren mexikanischen Feiertag, ein traditioneller Termin für große Pay-Per-View-Kämpfe.

5 de Mayo, presente en Las Vegas

In den vergangenen Jahren waren es immer Floyd Mayweather jr. und/oder Manny Pacquiao, die an den mexikanischen Feiertagen seine Kämpfe bestritten. Seit den Rücktritten der beiden Mega-Stars ist "Canelo" der größte Name im US-Boxen, sodass ihm die besonderen Daten vorbehalten sind.

Offiziell ist der Termin zwar noch nicht bestätigt, aber Alvarez Promoter Golden Boy hat eine Anfrage bei der zuständigen Nevada State Athletic Commission eingereicht und die MGM Grand Garden Arena für den 17. September geblockt. Noch steht auch nicht fest, gegen wen "Canelo" in den Ring steigen wird. Ein Showdown mit dem ungeschlagenen Mittelgewichts-Champion Gennady Golovkin, dem Box-Fans auf der ganzen Welt entgegenfiebern scheint nach wie vor möglich, könnte aber auch erst im nächsten Jahr stattfinden.

Die Ankündigung von Alvarez nächstem Kampf kam nur wenige Tage, nachdem dem Mexikaner von einem Gericht in Florida eine Strafzahlung von 8,5 Millionen Dollar an seinen ehemaligen Promoter Tuto Zabala (All Star Boxing) auferlegt wurde. Zabala war derjenige, der "Canelo" aus Mexiko in die USA brachte und laut eigener Aussage im Jahr 2008 einen neuen Vierjahresvertrag mit ihm geschlossen hat, den Alvarez gebrochen habe, um sich Golden Boy anzuschließen.

Ursprünglich hatten Zabalas Anwälte den Boxer und seinen neuen Promoter auf 159 Millionen Dollar plus Schadensersatz verklagt. Während das Gericht den vermeintlichen Promoter-Vertrag zwischen Alvarez und All Star Boxing nicht als gültig anerkannte und deswegen Golden Boy von der illegalen Einmischung in ein bestehendes Vertragsverhältnis freisprach, muss "Canelo" seinem ehemaligen Promoter laut Jury-Entscheidung zumindest eine Entschädigung in Höhe von 8,5 Millionen Dollar zahlen.

Während Zabala sich über das Urteil freute, kündigte Alvarez an, Berufung einlegen zu wollen. Der Prozess, der nun abgeschlossen ist, war einer der entscheidenden Gründe dafür, dass "Canelo" seinen WBC-WM-Titel im Mittelgewicht niedergelegt und kampflos and Gennady Golovkin übergeben hatte, weil die vom Weltverband gesetzte Frist zur Einigung der beiden Lager mitten in die Verhandlungszeit fiel.

Nach dem Urteil werden sich die Teams von "Canelo" und "GGG" nun erneut zusammensetzen und versuchen, eine Einigung zu erzielen. Die meistern Beobachter gehen aber davon aus, dass man sich auf einen Kampf im Mai oder September nächsten Jahres einigt, sodass Alvarez im September diesen Jahres gegen einen anderen Gegner in den Ring steigen könnte. Wer dafür in Frage kommt, steht aber noch nicht fest.

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