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BOXEN HEUTE - Redaktion | 17.07.2016

Nach Titelverteidigung gegen Arreola Deontay Wilder schwer verletzt

Kategorie: Boxen | Profiboxen
WBC-Schwergewichts-Weltmeister Deontay Wilder hat seinen Titel in der Nacht zu Sonntag gegen Chris Arreola zwar durch KO in der achten Runde verteidigt, muss diesen Sieg aber teuer bezahlen. Der "Bronze Bomber" verletzte sich in dem einseitigem Kampf schwer und fällt mindestens bis zum Jahresende aus.

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Wilder verprügelte den sichtlich überforderten "Albtraum" Arreola (Kampfname "Nightmare") so sehr, dass er sich dabei die rechte Hand brach und zudem den Bizeps riss. 

"Die Hand muss auf jeden Fall operiert werden, sobald sie abgeschwollen ist, der Muskel wahrscheinlich auch", sagte Wilders Promoter Lou DiBella gegenüber ESPN.com. 

Vermutlich zog sich Wilder die schweren Verletzungen schon in der vierten Runde zu, als er Arreola mit einer harten Rechten voll erwischte und zu Boden schickte. Der Herausforderer kam zwar wieder auf die Beine, richtete mit seinem harten Schädel aber wohl schweren Schaden an.

Den Rest des Kampfes führte der Weltmeister nahezu ausschließlich mit der linken Führhand, traf damit aber immer wieder so hart und genau, dass Arreola in der achten Runde schließlich zur Aufgabe gezwungen war.

Durch Wilders Verletzungspause steht auch fest, dass sich der neue Termin für das aufgrund von Doping-Vorwürfen verschobene Duell mit Alexander Povetkin weiter nach hinten schiebt. Aktuell steht nicht fest, ob der Kampf überhaupt noch einmal neu angesetzt wird, weil beide Lager gegeneinander vor Gericht gezogen sind und sich jeweils auf Schadenersatz verklagen. Der Kampf zwischen Wilder und Povetkin wäre vermutlich die beste außergerichtliche Lösung des Streits, kann nun aber (vorerst) nicht stattfinden.

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