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BOXEN HEUTE - Redaktion | 20.07.2016

Rückkampf gegen De Carolis noch in diesem Jahr Glück im Unglück für Tyron Zeuge

Kategorie: Boxen | Profiboxen
Aufatmen bei Tyron Zeuge und Team Sauerland! Der Youngster zog sich zwar am Wochenende während des WM-Kampfes gegen Giovanni De Carolis einen Muskelfaserriss zu, doch der geplante Rückkampf gegen den Italiener kann noch in diesem Jahr über die Bühne gehen.

Brähmer_Zeuge

Muskelfaserriss im rechten Oberarm lautet die genaue Diagnose - nur ein paar Wochen muss Tyron Zeuge pausieren. Sauerland-Geschäftsführer Frederick Ness erleichtert: "Wir sind alle sehr froh, dass das Schultergelenk nicht in Mitleidenschaft gezogen wurde. Tyron muss nicht operiert werden und kann die Verletzung jetzt in Ruhe auskurieren."

Der Berliner lieferte sich am Samstag in der Berliner Max-Schmeling-Halle einen harten Fight über zwölf Runden mit dem italienischen Weltmeister im Super-Mittelgewicht. Am Ende lautete das Ergebnis mehrheitliches Unentschieden (114:114, 114:114 und 115:114 für Zeuge) - damit darf sich De Carolis weiter Champion nennen. Doch im zweiten Duell will Zeuge den Titel nach Deutschland holen.

"Statt Urlaub, werde ich mich jetzt behandeln lassen, um dann schnellstmöglich wieder ins Training einsteigen können. Ich freue mich auf den zweiten Fight gegen Giovanni", sagt Tyron Zeuge.

Coach Jürgen Brähmer ist optimistisch: "Tyron hat großartig gekämpft und fast alles umgesetzt, was wir mit Conny Mittermeier geübt haben. Wir werden jetzt diesen Weg weitergehen und noch stärker zurückkehren."

Lob gab es für den erst 24-jährigen Berliner zuhauf, auch vom Gegner. "Das war ein großartiger Fight von Tyron und ich stehe bereit für ein zweites Duell mit ihm", sagte De Carolis im Anschluss des Kampfes. Promoter Kalle Sauerland ergänzt: "Das war Werbung für den Boxsport. Das zweite Aufeinandertreffen wird eine erneute Schlacht."

Anerkennung erntete Zeuge vor allen Dingen für seinen Auftritt nach dem Kampf. Die Verletzung, die sich der Berliner schon in der 6. Runde zugezogen hatte, kam nämlich kaum zur Sprache. "Er hat sich mit Schmerzen durchgekämpft, nicht aufgegeben und nach dem Kampf die Verletzung nur beiläufig erwähnt und sie nicht als Ausrede benutzt. Auch dafür gebührt Tyron Respekt", sagt Frederick Ness.

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